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Die GPK informiert

Neuer Reiseimpfstoff gegen Dengue-Fieber: Qdenga® von Takeda demnächst verfügbar

Nach jahrelangem Warten steht mit dem Impfstoff von Takeda nun eine Impf-Prävention von Dengue-Erkrankungen zur Verfügung. Die Europäische Kommission hat die Vakzine Qdenga® zur Prophylaxe bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern im Alter ab 4 Jahren zugelassen. Das Impfschema umfasst 2 Injektionen, die im Abstand von 3 Monaten gegeben werden.

Qdenga® steht laut Hersteller ab Mitte Februar zur Verfügung.
Die BA. Newsletter und Eilmeldungen informieren zum Lieferstart.

Weihnachtsgrüße der GPK

Frohe Festtage und viel Gesundheit!

„Es geht immer weiter“, sagt man. Viele fragen sich angesichts der aktuellen Geschehnisse, die wir gerade erleben, wohin der Weg geht. Die Richtung unseres Weges können wir dabei selbst beeinflussen: So klein die Schritte manchmal auch sein mögen, wichtig ist es, dass wir in Bewegung bleiben und mutig vorangehen.

Vor diesem Hintergrund danken wir unseren Kunden und Geschäftspartnern herzlich für das wertvolle und vertrauensvolle Miteinander in diesem Jahr. Gehen wir weiterhin gemeinsam auf diesem Weg und bauen auf eine gesunde Wirtschaft!

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen und Ihren Familien besinnliche Weihnachtstage und viele gute Schritte für 2023.

STIKO: 24. Aktualisierung der COVID-19-Impfempfehlung / Bivalenter COVID-Booster ab 5 Jahren, Auffrischimpfung mit Nuvaxovid ab 18

Die STIKO hat ihre mittlerweile 24. COVID-19-Impfempfehlung veröffentlicht. Neu darin sind die Anwendungshinweise für bivalente Corona-Impfstoffe bei vorerkrankten Kindern zwischen fünf und elf Jahren. Außerdem erläutert die STIKO, wann und bei wem mit dem proteinbasierten Impfstoff Nuvaxovid statt eines mRNA-Impfstoffes geboostert wird.

Schutz gegen Mücken-übertragene Viren: Neuer Reiseimpfstoff gegen Dengue-Fieber zugelassen

Zur Prävention von Dengue-Erkrankungen gibt es jetzt einen neuen Impfstoff. Die Europäische Kommission hat die Vakzine Qdenga® (TAK-003) zur Prophylaxe bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern im Alter ab vier Jahren zugelassen, teilt der Hersteller Takeda mit. Die Vakzine werde in Deutschland produziert. Besonders in der Reisemedizin wird das neue Präparat begrüßt: "Dengue-Fieber ist eine globale Pandemie, die von uns im Westen lange Zeit ignoriert wurde. Zahlreiche Menschen im globalen Süden und natürlich auch nahezu alle Reisenden in Risikogebiete sind betroffen", betont Professor Tomas Jelinek vom Berliner Centrum für Reise- und Tropenmedizin (BCRT). Nach jahrelangem Warten sei mit der Zulassung des Impfstoffes endlich eine effektive Prävention verfügbar, so Jelinek in der Mitteilung.

COVID-19 Vaccine (inactivated, adjuvanted) Valneva – Haltbarkeitsdauer auf 18 Monate verlängert

Für den Impfstoff "COVID-19 Vaccine (inactivated, adjuvanted) Valneva" des Unternehmens Valneva Austria GmbH hat die EU-Kommission am 22.11.2022 die Verlängerung der Haltbarkeitsdauer von 15 auf 18 Monate genehmigt, sofern der Impfstoff korrekt im Kühlschrank bei 2 °C bis 8 °C gelagert wurde. Die Verlängerung um 3 Monate gilt für Impfstoffchargen die nach dem Datum der Genehmigung hergestellt wurden.
Eine detaillierte Verfallsdatumbeschreibung der betroffenen Impfstoffchargen finden Sie, wenn Sie auf den nachfolgenden Button klicken.

G-BA ändert Impf-Richtlinie: BMG schwimmt bei Corona-Impfungen – Lauterbach vs. Franke

Wie geht es weiter mit den Schutzimpfungen? Noch scheint man im Bundesgesundheitsministerium nicht so recht zu wissen, wie sich die Impfverordnung (ImpfVO) am besten ablösen lässt: Während Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) nach ersten Protesten seitens der Ärzteschaft versicherte, dass die Impfungen erst ab 7. April endgültig ins GKV-System überführt würden, erklärte Staatssekretär Dr. Edgar Franke (SPD) im Gesundheitsausschuss, dass die ImpfVO nicht verlängert werden soll und dass die Impfungen doch ab 1. Januar in die Regelversorgung überführt werden sollen. Der G-BA hat Comirnaty & Co. vorsorglich schon einmal in die Schutzimpfungsrichlinie aufgenommen.

Apotheken beklagen Lieferengpässe bei Arzneimitteln

Frankfurt am Main – Deutschlands Apotheken beklagen anhaltende Lieferengpässe bei einer Reihe von Medi­ka­menten. Darunter sind Fiebersäfte für Kinder, Magensäureblocker, Hustensäfte und Blutdruckmittel. Die Lie­ferengpässe haben das Angebot verknappt. Patienten bekommen dann oft ein Alternativmittel, das nicht die erste Wahl gewesen wäre. Apotheker sehen die Engpässe mit Sorge.

„Die Lage ist schlimm“, sagt der Vorsitzende des Apothekerverbandes Nordrhein, Thomas Preis. So etwas habe er in über 30 Berufsjahren nicht erlebt. Ein Sprecher der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) spricht von einer „großen Herausforderung“, die auf absehbare Zeit bleiben werde.

Neue Methode zur Erzeugung genetisch modifizierter Masernimpfviren entwickelt

Genetisch veränderte und ungefährliche Masernimpfviren gelten als vielversprechende Plattform für Forschung und Entwicklung von Vektor-Impfstoffen und onkolytischen Masernviren. Die biotechnologische Herstellung dieser Viren ist schwierig, weil nur durch das genau abgestimmte Zusammenspiel der dafür erforderlichen Komponenten sich selbst vermehrende Viruspartikel entstehen. Einem Forscherteam des Paul-Ehrlich-Instituts ist es gelungen, ein Zwei-Komponenten-System zu entwickeln, das als Basis für die Entwicklung effizienterer Herstellungsprozesse dienen kann.

Mehr Antikörper duch Bivalentes Vakzin? Subtyp BQ.1.1: Die „Höllenhund“-Variante

Berlin - Eine neue Sublinie des Coronavirus breitet sich aus: BQ.1.1 soll hochansteckend sein und im Winter wieder für zahlreiche Infektionen mit Sars-CoV-2 sorgen. Forscher:innen aus Texas untersuchten daher, inwiefern der bivalente Impfstoff von Biontech/Pfizer vor der Variante schützen kann.

 

Sars-CoV-2 entwickelt sich noch immer stetig weiter. Die aktuellste Form des Virus ist der Subtyp BQ.1.1, welcher derzeit vor allem in den USA wieder für Erkrankungswellen sorgt. Doch auch in Deutschland sind bereits einige Fälle nachgewiesen worden, wie der Wochenbericht des Robert-Koch-Instituts (RKI) zeigt: Der Anteil in einer Stichprobe lag kürzlich bei mehr als 8 Prozent – das entspricht einer Vervierfachung in den letzten vier Wochen. Die europäische Seuchenschutzbehörde (ECDC) rechnet bereits damit, dass BQ.1.1 und seine Untervarianten bis Ende des Jahres in Europa für 50 Prozent der Corona-Infektionen verantwortlich sein könnten.

Antikörpertherapien wirken nicht bei Omikron-Sublinie BQ.1.1

In Deutschland und anderen Ländern verbreitet sich die Corona-Subvariante immer stärker. Das wirkt sich auch auf die Therapieoptionen für bestimmte Patientengruppen aus, wie eine Analyse zeigt.

Für die Behandlung der Corona-Subvariante Omikron BQ.1.1 gibt es laut einer neuen Studie Einschränkungen: Alle derzeit zugelassenen Antikörpertherapien wirkten bei ihr nicht, teilte das Deutsche Primatenzentrum in Göttingen mit. Die Analyse von Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen der Einrichtung sowie der Universität Erlangen-Nürnberg wurde in der Fachzeitschrift »The Lancet Infectious Diseases« veröffentlicht.

Grippe: Schon mehr Fälle als in kompletter Vorsaison

Berlin - Masken und Abstand haben in den vergangenen zwei Wintern auch die Grippe ausgebremst. Doch nun steigen die Zahlen: Bereits Mitte November gibt es etwa in Bayern mehr Grippe-Fälle als im kompletten vorigen Winter.

Seit Anfang Oktober seien in Bayern 4515 Patientinnen und Patienten mit Influenza gemeldet worden, teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit auf Anfrage mit. Die Zahlen geben den Stand vom 14. November wieder.

Moderna stellt Studienergebnisse vor: Neuer effektiver Booster-Impfstoff in Sicht

Modernas bivalenter BA.4/BA.5-Booster induziert nach neuen Studiendaten mehr neutralisierende Antikörper gegen die Omikron-Subvarianten als der Ursprungsimpfstoff . Die Vakzine soll in wenigen Tagen erhältlich sein.

Cambridge/München. Der bivalente BA.4/BA.5-Booster-Impfstoff von Moderna (mRNA-1273.222) hatsich in einer Phase-2/3-Studie gegenüber Omikron-Varianten im Vergleich zum Ursprungsimpfstoff (mRNA-1273) als überlegen erwiesen. Das berichtet das Unternehmen in einer Mitteilung. Die geradein der EU zugelassene Vakzine solle in den kommenden Tagen in Deutschland ausgeliefert werden.
Moderna stellt in der Mitteilung Ergebnisse aus der laufenden Studie mit mehr als 500 Erwachsenenvor. Danach ergab ein Booster mit mRNA-1273.222 signifi kant höhere neutralisierende Antikörpertiter gegen BA.4/BA.5 im Vergleich zu einer Booster-Dosis mit dem Ursprungsimpfstoff mRNA-1273. Der primäre Studienendpunkt wurde damit erreicht.

Erhöhen Grippeviren die Ansteckungsgefahr mit SARS-CoV-2?

Die Grippeimpfaktivität ist in der letzten Influenzasaison 2021/22 erfreulicherweise gestiegen: Im letzten Winter ließen sich 47,3 Prozent der ab 60-Jährigen gegen Influenza impfen, in der Vorsaison 2020/21 lag die Impfquote bei Senioren hingegen bei nur 38,8 Prozent. Ähnlich sieht es bei der Impfung von Schwangeren und beim Schutz von Erwachsenen mit Grunderkrankungen aus – 2020/21 lagen die Impfquoten höher als noch 2019/20 (siehe Tabelle). Das berichtete das Robert Koch-Institut (RKI) im Epidemiologischen Bulletin 50|2021 und bezieht sich dabei auf Abrechnungsdaten der Kassenärztlichen Vereinigung.

Paxlovid senkt Risiko für Long-Covid

Berlin - Werden an Corona erkrankte Patient:innen mit Paxlovid behandelt, kann das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf um 89 Prozent reduziert werden. Die konsequente Behandlung mit dem Virostatikum könnte das Risiko für Long-Covid auch bei Patient:innen reduzieren, die einer Risikogruppe angehören.

Forscher:innen im Team von Dr. Yan Xie vom Clinical Epidemiology Center des VA Saint Louis Health Care Systems in Saint Louis, Missouri fanden anhand einer Erhebung heraus, dass das Risiko einer Post-Covid Erkrankung durch die Gabe von Paxlovid minimiert werden könne. Insgesamt wurden 67.579 positiv Getestete untersucht, die mindestens einen Risikofaktor für einen schweren Verlauf hatten und nicht hospitalisiert wurden.

PEI: CHMP emp­fiehlt Stan­dard­zu­las­sung für den CO­VID-19-Impf­stoff Va­x­ze­vria von Astra­Zene­ca

Am 13.10.2022 hat der Ausschuss für Humanarzneimittel (Committee for Human Medicinal ProductsCHMP) bei der Europäischen Arzneimittelagentur (European Medicines AgencyEMA) auch für den Adenovirus-Vektorimpfstoff Vaxzevria des Unternehmens AstraZeneca empfohlen, die bedingte Zulassung in eine Standardzulassung umzuwandeln. Die EU-Kommission ist dieser Empfehlung am 31.10.2022 gefolgt. Eine Standardzulassung muss nicht mehr jährlich erneuert werden. Alle anderen Verpflichtungen für das pharmazeutische Unternehmen bleiben bestehen.

PEI: Bisher unbekannter Weg des Hepatitis-B-Virus aus der Zelle identifiziert

Weltweit infizieren sich jährlich etwa 1,5 Millionen Menschen mit dem Hepatitis-B-Virus (HBV). Ein Forschungsteam unter wissenschaftlicher Leitung des Paul-Ehrlich-Instituts hat einen bisher unbekannten Weg zum Austritt von Hepatitis-B-Viruspartikeln aus Zellen identifiziert: Die Forschenden haben erstmals das Vorhandensein von intakten Viruspartikeln in Transportbläschen (Exosomen) sichtbar gemacht. Die Exosomen, kleine Bläschen (Vesikel) in Zellen, die an die Umgebung abgegeben werden, dienen hierbei als Transporter und möglicherweise als Schutzhülle. Über die Ergebnisse berichtet Cellular and Molecular Gastroenterology and Hepatology in seiner Online-Ausgabe vom 29.09.2022.

Bayern schließt Impfzentren – Praxen, Betriebsärzte und Apotheken übernehmen

Berlin - Die Entscheidung hatte sich bereits angedeutet: Bayern stellt die in der Corona-Krise aus dem Boden gestampften Impfzentren zum Jahresende ein. Das teilte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) nach der Kabinettssitzung am Dienstag in München mit. Vom 1. Januar an sollen die Arztpraxen und die Apotheken die Corona-Schutzimpfungen dann komplett übernehmen.

„Das Impfen geht in die Regelversorgung über“, sagte Holetschek. Jetzt sei der richtige Zeitpunkt dafür. Das sei mit der Ärzteschaft und auch mit den kommunalen Spitzenverbänden besprochen, betonte der Minister.

Nasaler COVID-19-Impfstoff nicht ausreichend immunogen

Die Universität Oxford und AstraZeneca haben auf Grundlage des intramuskulären COVID-19-Vakzins Vaxzevria einen intranasalen Impfstoffkandidaten entwickelt. Dieser wurde nun in einer unverblindeten Phase-I-Studie getestet – und hat enttäuscht.

Nur bei wenigen Studienteil­nehmern konnte eine mukosale ­Immunantwort festgestellt werden.

EMA empfiehlt Dengue-Vakzine zur Zulassung

Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) hat die Zulassung des tetravalenten Impfstoffs TAK-003 zur Vorbeugung von Denguevirus-Erkrankungen empfohlen. Die Empfehlung gilt für Personen ab vier Jahren.
Der tetravalente attenuierte Lebendimpfstoff TAK-003 von Takeda soll Erkrankungen vorbeugen, die auf Infektionen mit einem der vier Denguevirus-Serotypen zurückzuführen sind. Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der EMA stützt seine Empfehlung auf ein Programm von 19 Studien der Phasen I, II und III mit mehr als 28.000 Personen zwischen 15 Monaten und 60 Jahren in 13 nicht endemischen und endemischen Ländern. Die Vakzine konnte Fieber, schweren Erkrankungen und Krankenhausaufnahmen vorbeugen.
In der EU soll der Impfstoff unter dem Handelsnamen Qdenga® vertrieben werden.

Moderna: Grünes Licht für BA.4/BA.5-Impfstoff

Berlin - Mit etwas Verspätung hat auch Moderna grünes Licht für seinen an die Omikron-Varianten BA.4 und BA.5 angepassten Impfstoff bekommen: Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) empfiehlt die Zulassung, sodass es nun sehr schnell gehen könnte.

Ein auf BA.1 angepasster bivalenter Booster-Impfstoff von Moderna mit dem Namen mRNA-1273.214 wurde Anfang September zugelassen und wird bereits eingesetzt. Nun soll der an die aktuell kursierenden Omikron-Subvarianten angepasste Impfstoff mRNA-1273.222 folgen. Er kann eingesetzt werden bei Personen ab zwölf Jahren, die mindestens eine Erstimpfung gegen Covid-19 erhalten haben.

WHO empfiehlt bei Cholera-Impfung eine statt zwei Dosen

Die Weltgesundheitsorganisation fürchtet, dass Cholera-Ausbrüche in zahlreichen Ländern außer Kontrolle geraten. Deshalb ändert sie nun kurzfristig vorübergehend das Impfimage.

Genf. Wegen Impfstoff mangels drohen Cholera-Ausbrüche in zahlreichen Ländern außer Kontrolle zugeraten. Deshalb wird das empfohlene Impfregime nun vorübergehend geändert: statt zwei Dosensoll vorerst nur eine Dosis verabreicht werden, berichtete die Weltgesundheitsorganisation (WHO)am Mittwoch in Genf.

EU verzichtet auf Impfzertifikate für Omikron-Impfstoffe

Seit rund einem Monat sind die auf die Omikron-Varianten angepassten Impfstoffe in der Versorgung. Apotheken und Arztpraxen konnten bislang keine Impfzertifikate für die neuen Impfstoffe ausstellen, weil die entsprechenden Datensätze noch fehlten. Das Bundesgesundheitsministerium teilt nun mit, dass es für die angepassten Impfstoffe bis auf Weiteres nur die schon verwendeten Zertifikate geben wird.

STIKO: 22. Aktualisierung der COVID-19-Impfempfehlung / Omikron-adaptierte bivalente mRNA-Impfstoffe

Nach Prüfung der aktuellen Datenlage hat die STIKO ihre COVID-­19-­Impfempfehlung aktualisiert und empfiehlt nun für Auffrischimpfungen ab 12 Jahren vorzugsweise einen der zugelassenen und verfügbaren Omikron-adaptierten bivalenten mRNA-Impfstoffe. Die vierte Impfung wird nur speziellen Personengruppen angeraten.

Primäres Ziel der Impfung sei weiterhin die Verhinderung schwerer Covid-19-Verläufe.

Bald an Omikron BA.4/BA.5 angepasster Kinder-Impfstoff in der EU?

Pfizer und Biontech haben für ihren adaptierten Omikron BA.4/BA.5 Impfstoff Anfang der Woche einen Antrag auf Notfallzulassung in den USA für Kinder von fünf bis elf Jahren gestellt. Nun konnten die Hersteller für ebendieses Vakzin und diese Altersklasse einen Antrag auf Erweiterung der bestehenden Marktzulassung in der EU komplettieren. Damit könnte bald ein angepasster Impfstoff in 10-µg-Dosierung für Fünf- bis Elfjährige zur Verfügung stehen.

Die Anwendung des an Omikron BA.4/BA.5 angepassten bivalenten COVID-19-Impfstoffs als Auffrischungsimpfung soll auch bei Fünf- bis Elfjährigen möglich werden – daran arbeiten die Hersteller Pfizer und Biontech. Nach dem Antrag auf Notfallzulassung bei der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA diese Woche, wurde nun auch ein Antrag bei dem europäischen Pendant, der EMA, vervollständigt. Dabei geht es allerdings nicht um eine Notfallzulassung (Emergency Use Authorization, EUA) wie in den USA, sondern um die Erweiterung der bestehenden Marktzulassung (Marketing Authorization, MA).

EMA prüft bivalentes Moderna-Vakzin

Berlin - Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat mit der Prüfung des bivalenten Corona-Impfstoffes von Moderna begonnen: Das Vakzin ist sowohl gegen die Ursprungsvariante von Sars-CoV-2 wie auch gegen die Subtypen BA.4 und BA.5 ausgerichtet. Der US-Konzern will damit zum Konkurrenten Biontech aufschließen, dessen Impfstoff der 3. Generation bereits eingesetzt wird.

Nasale Corona-Impfstoffe – ein Überblick

Berlin - Coronaviren verbreiten sich bekanntermaßen vor allem durch die Luft und gelangen in der Regel zunächst in Nase, Rachen und Lunge. Nur logisch eigentlich, direkt dort, in den Schleimhäuten, auch mit der Bekämpfung der Erreger zu beginnen und eine Infektion so bestenfalls ganz zu vermeiden. Tatsächlich arbeiten Forscher schon seit der Frühzeit der Pandemie an Schleimhaut-Impfstoffen. Anders als die bisherigen Impfstoffe sollen sie nicht in den Muskel gespritzt, sondern direkt in die Nase verabreicht beziehungsweise inhaliert werden.

Nuvaxovid als Booster zugelassen

Berlin - Der Corona-Impfstoff des US-Herstellers Novavax kann künftig auch als Booster verwendet werden. Bislang waren lediglich die mRNA-Vakzine als Auffrischungsimpfung anerkannt. Für den kommenden Herbst steht damit erstmals eine Alternative in Form eines proteinbasierten Impfstoffes als Booster zur Verfügung.

Die EU-Kommission hat die erweiterte bedingte Marktzulassung des Corona-Impfstoffs Nuvaxovid als homologer und heterologer Booster für die aktive Immunisierung bei Erwachsenen ab 18 Jahren genehmigt. Damit wird der Empfehlung des Ausschusses für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) gefolgt.

EMA empfiehlt auch an BA.4 und BA.5 angepassten Impfstoff zur Zulassung

Unter dem Namen „Comirnaty Original/Omicron BA.4-5“ soll auch der zweite angepasste Impfstoff von Biontech /Pfizer zur Anwendung ab 12 Jahren bestimmt sein – und zwar auch nur für Auffrischimpfungen.

Mit Comirnaty Original/Omicron BA.4-5 empfiehlt die europäische Arzneimittelbehörde EMA jetzt einen weiteren an die Omikron-Variante angepassten bivalenten Corona-Impfstoff zur bedingten Zulassung. Der Humanarzneimittelausschuss der EMA (CHMP) stützt seine Empfehlung insbesondere auf die klinischen Daten zu Comirnaty Original/Omicron BA.1. Die klinischen Studien mit Comirnaty Original/Omicron BA.4-5 laufen noch.

Informationen zur längeren Haltbarkeit von COMIRNATY / Beschriftung der Vials von COMIRNATY original / BA.1

Biontech informiert über die verlängerten Laufzeiten von COMIRNATY® 30 μg 12+ Jahre / 15+15 μg 12+ Jahre Konzentrat und die von der Fachinformation abweichende Beschriftung auf den Vials und der Verpackung von „COMIRNATY original / BA.1“, sowie die Stabilitätsdaten.

Covid-19-Impfstoffe und Bestellmengen

Die Bereitstellung der Impfstoffe erfolgt ausschließlich durch den Bund. Dieser übernimmt auch die Verteilung der Impfstoffe, d.h. er legt fest, wie viele Dosen an die Arztpraxen, an die Impfzentren, an die Betriebsärzte, an die Apotheken und an andere Impfstellen gehen. Die BergApotheke hat hierauf leider keinen Einfluss.

  • COVID-19-Impfstoff Comirnaty Orig./BA.4-5: Höchstbestellmenge 240 Dosen je Arzt/Ärztin
  • COVID-19-Impfstoff Comirnaty Orig./BA.1: Höchstbestellmenge 240 Dosen je Arzt/Ärztin
  • COVID-19-Impfstoff Comirnaty: Höchstbestellmenge 240 Dosen je Arzt/Ärztin
  • COVID-19-Impfstoff Comirnaty für 5- bis 11-Jährige: keine Höchstbestellmenge
  • COVID-19-Impfstoff Spikevax Orig./BA.1: Höchstbestellmenge 240 Dosen je Arzt/Ärztin
  • COVID-19-Impfstoff Spikevax: keine Höchstbestellmenge
  • COVID-19-Impfstoff Nuvaxovid: keine Höchstbestellmenge
  • COVID-19-Impfstoff Janssen: keine Höchstbestellmenge
  • COVID-19-Impfstoff Valneva: keine Höchstbestellmenge

Bundestag beschließt COVID-19-Schutzgesetz

Der Bundestag hat am heutigen Donnerstag die neuen Grundlagen für Corona-Maßnahmen im kommenden Herbst und Winter beschlossen. Mit demselben Gesetz wird auch die für Apotheken wichtige SARS-CoV-2-Arzneimittelversorgungsverordnung bis Ostern verlängert. Zudem sollen Apotheken länger gegen COVID-19 impfen dürfen.

Neue Impfstoffe: Bezeichnung nicht aktuell

Berlin - Die variantenspezifischen Covid-19-Impfstoffe könnten heute erstmals in Apotheken ankommen. Die Angestellten sollen sich bei der Lieferung aber nicht verwirren lassen, denn die Bezeichnungen auf den Produkten entsprechen nicht der aus der Fachinformation.

Die Nachfrage nach den neuen angepassten Covid-19-Impfstoffe von Biontech und Moderna ist vorhanden. Ersten Einschätzungen zufolge wurden sie vermehrt von den Arztpraxen und Apotheken bestellt. Heute und morgen sollen bereits die ersten Bestellungen ankommen. Die beiden Hersteller machen jetzt darauf aufmerksam, dass die Bezeichnung nicht der offiziellen Fachinformation entspricht.

Impfstoff-Bestellungen: Um drei Viertel gekürzt

Berlin - Die Apotheken müssen wieder rechnen. Nachdem lange Zeit genug Covid-19-Impfstoff verfügbar war, wurden bei mehreren Betrieben die Bestellungen gekürzt. Nur ein Viertel der angefragten variantenspezifischen Comirnaty-Vakzine sollen ausgeliefert werden. Ein Apotheker aus Baden-Württemberg erwartet keinen großen Ärger bei den Ärzt:innen, da viele ohnehin auf die Grippeimpfstoffe warteten.

PEI – Si­cher­heit von CO­VID-19-Impf­stof­fen

In Deutschland überwacht das Paul-Ehrlich-Institut die Sicherheit von Impfstoffen und biomedizinischen Arzneimitteln. Dazu sammelt und bewertet die Abteilung Arzneimittelsicherheit Meldungen zu unerwünschten Arzneimittelwirkungen und ergreift ggf. Maßnahmen.

Das Melden von Verdachtsfällen von Nebenwirkungen ist eine zentrale Säule für die Beurteilung der Sicherheit von Arzneimitteln. So können zeitnah neue Signale detektiert und das Nutzen-Risiko-Profil der Impfstoffe kontinuierlich überwacht werden. Dabei ist jedoch zu beachten, dass auch Reaktionen in zeitlicher Nähe zu einer Impfung nicht unbedingt im ursächlichen Zusammenhang mit einer Impfung stehen müssen.

Sicherheitsberichte

Eine offene Kommunikation auch möglicher Risiken ist eine Voraussetzung für eine hohe Impfakzeptanz in der Bevölkerung. Der Nutzen der COVID-19-Impfung für die Gesundheit Einzelner und der Bevölkerung sowie ihr Effekt im Kampf gegen die Pandemie hängt wesentlich vom Vertrauen in die Impfung ab. Um dem Rechnung zu tragen, informiert das Paul-Ehrlich-Institut über alle in Deutschland gemeldeten Verdachtsfälle von Nebenwirkungen oder Impfkomplikationen im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung gegen COVID-19 kontinuierlich in Sicherheitsberichten.

CHMP empfiehlt Zulassungserweiterung für Nuvaxovid™

Gaithersburg. Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittelagentur(EMA) hat am 5. September seine Empfehlung für die erweiterte bedingte Zulassung von Nuvaxovid™(NVX-CoV2373) in der Europäischen Union für eine homologe und heterologe Auff rischungsimpfunggegen COVID-19 für Erwachsene ab 18 Jahren ausgesprochen. Dies teilte das Unternehmen heutemit.

Dukoral-Engpass: Vaxchora in spanischer Aufmachung als Alternative

Der Cholera-Impfstoff Dukoral ist voraussichtlich bis zum 30. Januar 2023 nicht verfügbar. Das Paul-Ehrlich-Institut weist auf eine Alternative hin: das in Deutschland zugelassene Vakzin Vaxchora der Firma Emergent Netherlands. Dieses soll demnächst mit spanischer Aufmachung in Deutschland verfügbar sein. Was gilt es bei der Abgabe in der Apotheke zu beachten?

Po­si­ti­ves Vo­tum vom CHMP für die angepassten mRNA Impfstoff von BioNTech/Pfizer und Moderna für Auffrischimpfungen

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (Committee for Medicinal Products for Human Use, CHMP) bei der Europäischen Arzneimittelagentur (European Medicines Agency, EMA) hat sich am 01.09.2022 für die Zulassungsvariation der zwei mRNA-Impfstoffe ausgesprochen, die einen breiteren Schutz gegen COVID-19 bieten. Diese Änderung der Zulassung gilt für Personen ab 12 Jahren, die bereits mindestens die Grundimmunisierung gegen COVID-19 erhalten haben. Die Impfstoffe wurden angepasst, um den bisher zirkulierenden Varianten besser zu entsprechen und dafür in eine sogenannte bivalente Formulierung überführt. Bivalent bedeutet, dass die Impfstoffe zwei Antigenkomponenten enthalten. Die Europäische Kommission hat der Empfehlung des CHMP am gleichen Tag zugestimmt.

Kabinett bringt schärfere Corona-Regeln für Herbst auf den Weg

Berlin - Die Bundesregierung hat wieder schärfere staatliche Eingriffsmöglichkeiten für eine erwartete Corona-Welle im Herbst und Winter auf den Weg gebracht. Die am Mittwoch vom Kabinett gebilligten Pläne sehen unter anderem eine bundesweite FFP2-Maskenpflicht in Flugzeugen und Fernzügen vor. Kinder zwischen 6 und 14 Jahren sowie Personal sollen auch medizinische Masken tragen können. In Kliniken und Pflegeheimen soll bundesweit Maskenpflicht gelten, dort soll man vor dem Zutritt auch einen negativen Corona-Test nachweisen müssen.

Biontech / Pfizer: Zulassungsantrag für an BA.4/BA.5 angepassten COVID-19-Impfstoff

Derzeit sind alle gespannt, welche an die Omikron-Varianten angepassten Impfstoffe im Herbst wohl das Rennen machen werden. Während in Großbritannien kürzlich ein erster bivalenter Impfstoff gegen BA.1 zugelassen wurde, haben Biontech und Pfizer in den USA nun eine Notfallzulassung für einen Corona-Impfstoff beantragt, der sich gegen BA.4 und BA.5 richtet. Auch bei der EMA werde ein Zulassungsantrag gestellt.

EU-Arzneimittelbehörde prüft neuen Corona-Impfstoff „Skycovion“

Berlin - Die EU-Arzneimittelbehörde EMA hat das Prüfverfahren eines neuen Impfstoffes gegen Covid-19 gestartet. Skycovion wurde von dem südkoreanischen Unternehmen SK Bioscience entwickelt. Ein Zulassungsantrag sei gestellt worden, teilte die EMA am Donnerstag in Amsterdam mit. Das Unternehmen habe Daten zur Wirksamkeit gegen das Coronavirus sowie zu Sicherheit und Qualität vorgelegt.

STIKO: 21. Aktualisierung der COVID-19-Impfempfehlung / 4. Impfung ab 60

Personen ab dem Alter von 60 Jahren sowie Personen im Alter ab 5 Jahren mit einer Grunderkrankung gemäß bestehender STIKO-Empfehlung sollen eine weitere Auffrischimpfung erhalten, wenn sie bislang drei immunologische Ereignisse hatten, z.B. Grundimmunisierung plus 1. Auffrischimpfung oder Grundimmunisierung plus SARS-CoV-2-Infektion.

Als immunologisches Ereignis wird eine COVID-19-Impfung bzw. eine SARS-CoV-2-Infektion gezählt, sofern entsprechende Abstände der geltenden STIKO-Empfehlung eingehalten werden.

Masern-Impfpflicht für Kinder ist rechtens

Urteil des Bundesverfassungsgerichts

Das Bundesverfassungsgericht hält die Masern-Impfung für sinnvoll und verfassungskonform. Damit dürfen Kinder weiterhin nur dann in Kitas oder bei Tagesmüttern betreut werden, wenn sie geimpft sind oder die Krankheit bereits überstanden haben.

Grünes Licht für Moderna-Impfstoff ( Spikevax 2.0 ) gegen Omikron in Großbritannien

London – Die britische Arzneimittelbehörde hat grünes Licht für den an die Omikron-Variante angepassten Coronaimpfstoff von Moderna gegeben. Das Vakzin des US-Biotechnologieunternehmens sei für die Auffrisch­ungsimpfung von Erwachsenen zugelassen worden, teilte die Behörde MHRA heute mit.

Eine klinische Studie habe ergeben, dass der Impfstoff eine „starke Immunreaktion“ sowohl gegen den ur­sprüng­lichen Virusstamm als auch gegen die Omikron-Variante auslöse, erklärte MHRA-Chefin June Raine.

Hoffnung auf Borreliose-Impfstoff ab 2025?

Die beiden Pharmaunternehmen Pfizer und Valneva machen derzeit Hoffnung auf die Zulassung eines Impfstoffs gegen die durch Zecken häufig übertragene Borreliose – im Jahr 2025. Das klingt noch lange hin, obwohl der Impfstoff – anscheinend aktuell der einzige gegen Borreliose in der klinischen Entwicklung – auf ein Konzept setzt, das bereits seit vielen Jahren erforscht wird.

STIKO-Empfehlung zur Gelbfieber-Auffrischimpfung

Gelbfieber ist eine durch Stechmücken übertragene Viruserkrankung, die in vielen Ländern in tropischen Gebieten endemisch ist. Eine Infektion verläuft in den meisten Fällen ohne oder mit milden Symptomen, bei schweren symptomatischen Infektionen muss allerdings mit einer Letalität von 20–60 % gerechnet werden. Als wirksamer Schutz vor einer Erkrankung steht in Deutschland ein Lebendimpfstoff mit einem attenuierten Virusstamm zur Verfügung, der ab dem Alter von 9 Monaten als Reiseimpfung vor Aufenthalt in Gelbfieber Endemie Gebieten und als beruflich indizierte Impfung für entsprechendes Laborpersonal empfohlen wird.

Die STIKO hat die Notwendigkeit einer Auffrischimpfung neu bewertet und empfiehlt nun eine einmalige Gelbfieber-Auffrischimpfung vor erneuter oder bei fortgesetzter reise- oder berufsbedingter Exposition, sofern 10 oder mehr Jahre seit der Erstimpfung vergangen sind.

EU sichert sich 250 Millionen Dosen Corona-Impfstoff von Hipra

Die Europäische Kommission hat den Zugriff auf bis zu 250 Millionen Dosen des proteinbasierten Corona-Impfstoffs der spanischen Firma Hipra für 14 Mitgliedstaaten gesichert. Einen entsprechenden Rahmenvertrag unterschrieb die EU-Kommission mit dem Unternehmen, wie die Behörde am Dienstag mitteilte. Der Wirkstoff wurde als Booster-Impfung entwickelt und wird derzeit von der EU-Arzneimittelagentur EMA geprüft. Deutschland beteiligt sich nicht an dem Gemeinschaftskauf.

Änderung des Infektionsschutzgesetzes: Was Lauterbach und Buschmann für den Herbst und Winter planen

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach und Bundesjustizminister Marco Buschmann haben sich auf einen Fahrplan für den kommenden Corona-Herbst und -Winter geeinigt. Sie setzen dabei vor allem auf Masken – 3G/2G-Zugangsregeln haben ausgedient, auch Schulschließungen sollen keine Option mehr sein. Lauterbach stellte überdies in Aussicht, dass möglicherweise am 9. September erste bivalente Impfstoffe zugelassen werden könnten.

SARS-CoV-2: Universeller Antikörper könnte vor allen Varianten und anderen Coronaviren schützen

Ein US-Forscherteam um James Kobie von der Universität von Alabama in Birmingham hat einen monoklonalen Antikörper entdeckt, der an einer unver­än­derlichen Region am „Stiel“ des S-Proteins von SARS-CoV-2 bindet. In ersten Laborex­perimenten wurde eine neu­tralisierende Wirkung gegen alle Varianten von SARS-CoV-2 erzielt sowie gegen andere Beta-Coronaviren wie SARS-CoV und MERS-CoV und einige Erkältungsviren. E

Covid-19: mRNA-Impfstoffe lösen kaum Schleimhautimmunität aus – Herdenschutz so nicht erreichbar

Die zahlreichen Impfdurchbrüche, die Ärztinnen, Ärzte und Behörden spätestens seit Aufkommen von Omikron und seinen Untervarianten feststellen, zeigen es bereits: Gerade die mRNA-Impfstoffe sind zwar gut darin, Menschen vor schweren Covid-19 Verläufen zu schützen. Eine Ansteckung können sie aber kaum verhindern.
Warum das so ist, zeigen die Forscher Jinyi Tang, Cong Zeng und Kollegen von der University of Virginia in den USA jetzt mit einer Reihe aufwendiger Tests und Experimente. Klares Ergebnis: Geimpfte haben zwar eine starke Abwehr im Blut, verfügten im Gegensatz zu Genesenen aber nicht über Schleimhautimmunität.

Pfizer und Biontech: Antrag für Omikron-BA.1-Impfstoff bei der EMA eingereicht

Könnte bald mit einem an Omikron angepassten SARS-CoV-2-Impfstoff immunisiert werden? Wie aus einer aktuellen Pressemitteilung hervorgeht, haben die beiden Hersteller am 19. Juli nun den Antrag auf Zulassung für ihren bivalenten Impfstoffkandidaten bei der EMA eingereicht. Er ist sowohl an den Omikron-Subtyp BA.1 angepasst, enthält aber auch den bisherigen Comirnaty-Wirkstoff. Gedacht ist das Vakzin für Personen ab zwölf Jahren.

Booster: Im Herbst droht neues Impfstoff-Chaos – zweierlei Impfstoffe für Europa und USA?

Wenn sich im Herbst die Menschen ihren zweiten Booster verabreichen lassen wollen, können sie laut Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) frei wählen: den Klassiker, eine angepasste Version gegen die Omikron-Variante (Biontech) oder einen bivalenten Impfstoff gegen beide Varianten (Moderna). Jetzt zeichnet sich aber ab, dass der Impfstoff mit deutlicher Verspätung kommen könnte. Außerdem könnten je nach Vertrag unterschiedliche Versionen zum Einsatz kommen. Es droht neues Chaos.

Sars-CoV-2-Übertragung: Was Abstand und Maske wirklich bringen

Ein Team der UK Health Security Agency (UKHSA) hat sich 18 Covid-Ausbrüche genauer angeschaut – demnach reicht ausschließliches Abstandhalten nicht aus, um sich vor einer Ansteckung zu schützen. In der Untersuchung wurde der Fokus auch auf die verschiedenen Schutzmaßnahmen und deren Bedeutung gelegt. Das Forscherteam kam zu dem Ergebnis, dass Sars-CoV-2 in geschlossenen Räumen über größere Distanzen übertragen werden kann – ohne Maske, mit schlechter Belüftung und durch erhöhte Aerosol-Freisetzung durch Sprechen oder Singen steige das Risiko weiter an.

Biontech meldet wirksamen Impfstoff gegen Omikron-Varianten BA.4 und BA.5

Das Mainzer Pharmaunternehmen Biontech und sein US-Partner Pfizer haben nach eigenen Angaben einen wirksamen Impfstoff gegen die neuen Varianten des Coronavirus entwickelt. Die Vakzine hat ersten Studienergebnissen zufolge gut gegen die hochansteckende Variante abgeschnitten. Eine Booster-Impfung mit den Omikron-Impfstoffkandidaten der Partner habe eine wesentlich stärkere Immunreaktion ausgelöst als der ursprüngliche Wirkstoff des Unternehmens, teilten Biontech und Pfizer am 25.06. mit.

RKI: Dominierende Omikron-Variante BA.5

Experten hatten es vorhergesagt: Deutschland erlebt gerade im Unterschied zu 2021 keinen weitgehend coronafreien Sommer. Der Omikron-Subtyp BA.5 ist aktuell die dominierende Variante. Der Anteil in einer Stichprobe liege bei 50 Prozent, geht aus dem Wochenbericht des Robert Koch-Instituts (RKI) zu Covid-19 vom 23.06.22 hervor. Die Anzahl der Intensivpatienten steigt leicht an.

Valneva-Impfstoff: EMA gibt grünes Licht

Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) hat nach einem halben Jahr der Prüfung die Zulassung für den Corona-Impfstoff von Valneva empfohlen. Es ist nicht nur der erste Totimpfstoff, sondern auch die einzige Covid-Vakzine mit Standard- statt Notfallzulassung. Unklar ist aber, ob europäische Bürgerinnen und Bürger davon profitieren.

Pfizer kauft Valneva-Anteile

Der US-Pharmakonzern Pfizer übernimmt für 90,5 Millionen Euro über eine Kapitalerhöhung einen Anteil von gut acht Prozent an dem französisch-österreichischen Biotechunternehmen Valneva. Den Erlös aus der Kapitalbeteiligung will der Biotech-Konzern zur Herstellung seines Borreliose-Impfstoffs verwenden, der im 3. Quartal dieses Jahres in die dritte und damit letzte Phase der klinischen Entwicklung gebracht werden soll.

Affenpocken: STIKO empfiehlt Pockenimpfung für Kontaktpersonen und Risikogruppen

Seit Mai 2022 werden weltweit immer mehr Fälle von Affenpocken gemeldet. Bis zum 14. Juni 2022 hat das Robert Koch-Institut 229 Affenpocken-Fälle aus 11 Bundesländern. Zum Schutz vor Ansteckungen und einer weiteren Ausbreitung des Affenpockenvirus empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) eine:
• Postexpositionsprophylaxe nach Affenpocken-Exposition
• Indikationsimpfung für Personen mit einem erhöhten Expositions- und/oder Infektionsrisiko

Die Postexpositionsprophylaxe und Indikationsimpfung erfolgt mit dem Impfstoff Imvanex des dänisch-deutschen Impfstoffherstellers Bavarian Nordic A/S. Die Vakzine ist gegen das Pockenvirus für Menschen ab 18 Jahren zugelassen.

KVNO direkt– Impfstoffverordnung/-versorgung von Ukraine-Geflüchteten

Auszug, S.3-4:
Verordnung von Impfstoffen
Die Verordnung der benötigten Impfstoffe erfolgt in der Regel durch die untere Gesundheitsbehörde oder die Koordinierende Covid-Impfeinheit (KoCI). Erfolgt dies im Einzelfall nicht, werden die benötigten Impfstoffe von der behandelnden Ärztin/dem behandelnden Arzt als Sammelverordnung der Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV) verordnet. Hierbei ist das Wirtschaftlichkeitsprinzip zu beachten. Niedergelassene Vertragsärztinnen und Vertragsärzte stellen in diesem Fall die Verordnung auf Muster 16 der Vordruckvereinbarung und nicht an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmende Ärztinnen und Ärzte auf einem Privatrezept aus. Kostenträger für den Bezirk Köln ist die Bezirksregierung Köln (VKNR 27901). Kostenträger für den Bezirk Düsseldorf ist die Bezirksregierung Düsseldorf (VKNR 24901). Bei Impfungen in kommunalen Einrichtungen ist neben der Angabe zum Kostenträger die Angabe „UKR-Erlass-Kommune“ zu ergänzen. Als Empfänger wird die kommunale Einrichtung auf dem Rezept eingetragen. Bei Impfungen in Landesunterkünften ist weiterhin als Kostenträger ausschließlich die entsprechende Bezirksregierung zu hinterlegen.

Pressemitteilung der STIKO zur Affenpocken-Impfempfehlung

In Deutschland sind im Mai 2022 erstmals Fälle von Affenpocken aufgetreten. Auchin anderen europäischen Ländern und weiteren Kontinenten wurden ungewöhnlich viele Fälle registriert. Mit Imvanex ist in der EU ein Pockenimpfstoff zugelassen, der auch zum Schutz vor Affenpocken eingesetzt werden kann. In der Pressemeldung der STIKO finden Sie detaillierte Informationen.

Die Orientierungshilfe bietet Hilfestellung zu Verdachtsabklärung und Maßnahmen.

Effektive Auffrischung der Antikörperantwort gegen Omikron und andere Virusvarianten nach 3. und 4. COVID-19-Impfung

Forschende des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) und der Main-Kinzig-Kliniken haben die Antikörperantwort nach COVID-19-mRNA (Comirnaty)-Impfungen gegenüber verschiedenen SARS-CoV-2-Virusvarianten im zeitlichen Verlauf untersucht. Nach zweifacher Impfung gegen COVID-19 sind die Antikörperspiegel gegenüber der derzeit in Deutschland dominierenden Omikron-Variante gering. mRNA-Auffrischimpfungen erhöhen die Antikörperspiegel gegen Omikron deutlich. Über die Ergebnisse berichtet Vaccines.

+++ Reminder: Healthy Work Summit am 2.+3. Juni in München +++ Buchen Sie jetzt mit 10 % Rabatt

Am 2. und 3. Juni 2022 findet in München der erste Healthy Work Summit statt. Der wissenschaftlichen Leitung, Dr. med. Ralf Franke, Corporate Medical Director bei der Siemens AG und PD Dr. med. Daniel Mauss, Leiter Gesundheitsmanagement bei der Porsche AG, ist es gelungen, ein spannendes neues Format für Arbeitsmediziner und Akteure im Betrieblichen Gesundheitsmanagement zu konzipieren.
Healthy Work Summit ist ein Aufruf, mitzuwirken und die neue Arbeitswelt aktiv zu gestalten. Auch wir sind vor Ort und freuen uns darauf, Sie dort zu treffen!
Wer aktiv dabeisein möchte, erhält mit unserem Code GPK einen Rabatt in Höhe von 10% auf alle Tages- und Gesamttickets.

Neue Aufgaben und Befugnisse für das Paul-Ehrlich-Institut gemäß EU-Verordnung für In-vitro-Diagnostika (IVDV)

Seit dem 26.05.2022 fallen SARS-CoV-2-Tests gemäß der dann gültigen In-vitro-Diagnostika-Verordnung in die höchste Risikoklasse D und unterliegen damit strengeren Bestimmungen zur Zertifizierung als zuvor.
Das Paul-Ehrlich-Institut übernimmt auf Basis der neuen Verordnung zusätzliche Aufgaben, die der Sicherheit und Zuverlässigkeit von In-vitro-Diagnostika dienen. Die schon seit Januar 2002 bestehende Aufgabe, schwerwiegende Risiken (Testversagen) von bestimmten In-vitro-Diagnostika zu erfassen und zu bewerten, wird auf weitere Produkte ausgedehnt.

Neuer Hepatitis-B-Impfstoff HEPLISAV B voraussichtlich ab 27.05. verfügbar

++NEU! HEPLISAV B: DER ERSTE HEPATITIS-B-IMPFSTOFF MIT 2 DOSEN, VERABREICHT IM ABSTAND VON 1 MONAT.++

Die Hepatitis B führt als eine der verbreitetsten Infektionskrankheiten laut WHO weltweit 2019 zu mehr als 820.000 Todesfällen. Die Dauer bis zum Abschluss der Grundimmunisierung gegen Hepatitis B kann mit dem neuen Impfstoff HEPLISAV B deutlich reduziert werden, der hierzulande vom deutsch-dänischen Unternehmen Bavarian Nordic vertrieben und von der US-amerikanischen Firma Dynavax Technologies Corporation hergestellt wird.

Ab sofort im B2B-Onlineshop der BergApotheke erhältlich.

Neue Studie bestätigt die reale Wirksamkeit des Corona-Medikaments Paxlovid

Eine neue Studie aus Hongkong zu den beiden Corona-Medikamenten Paxlovid und Molnupiravir hat deren Wirksamkeit bestätigt. Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) wertet es als „gute Nachricht“, dass die Medikamente laut Studie die Sterblichkeit bei einer Corona-Erkrankung senken. Deutschland habe große Mengen Paxlovid für den Herbst gekauft, wenn eine mögliche neue Corona-Welle droht. Die WHO empfiehlt den Einsatz bei Patientinnen und Patienten, die noch nicht schwer krank sind, aber das höchste Risiko einer Krankenhauseinweisung haben.

Nasenspray-Impfung gilt als Gamechanger – Charité-Forscher melden erste Erfolge

Charité-Forscher haben ein Nasenspray als Alternative zur Impfung in den Arm entwickelt und melden erste vielversprechende Ergebnisse.
Auch in Zukunft setzt die Wissenschaft auf Impfungen, um den Schutz vor schweren Covid-Verläufen hochzuhalten. Doch die bisher zugelassenen Impfstoffe haben ein Problem: Weil das Virus trotz Impfung in den Körper eindringen kann, erzeugen die Impfungen keine „sterile Immunität“. Diesen nächsten Schritt erhoffen sich Wissenschaftler von der Impfung per Nasenspray. Dadurch könnte der Impfstoff genau dort ansetzen, wo das Virus auch in den Körper eindringt – und so den Schutz noch einmal deutlich verbessern, so die Hoffnung der Forscher.