Gesundheit ist eine zentrale Voraussetzung für soziale Nachhaltigkeit, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und gesellschaftliche Stabilität. Angesichts des demografischen Wandels, steigenden Krankheitslasten, Fachkräftemangel und psychosozialen Risiken reicht ein überwiegend reparaturorientiertes Gesundheitssystem nicht mehr aus.
Der Wirtschafts- und Unternehmensethiker Prof. Dr. Dr. Alexander Brink, Unternehmensberater Dr. Markus Groß-Engelmann, Gesundheitsrechtler Prof. Dr. Thomas Schlegel und die Wirtschafts- und Sozialforscherin Dr. Sandra Zimmermann haben dazu passend ein Positionspapier veröffentlicht. In diesem Posotionspapier plädieren Sie für einen Paradigmenwechsel von der Krankheitsbewältigung zur Präventionsgesellschaft. Prävention muss als Investition in Produktivität, Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz verstanden werden. [. . .] Die Arbeitswelt ist ein besonders wirksames Präventionssetting, da sie große Teile der Bevölkerung kontinuierlich erreicht. Erforderlich ist ein regulatorischer und politischer Perspektivwechsel: Gesundheit muss sektorenübergreifend, datenbasiert und wirkungsorientiert organisiert werden. Prävention sollte daher als Leitprinzip in Wirtschafts-, Bildungs-, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik verankert werden. Ziel ist eine menschenzentrierte Soziale Marktwirtschaft, in der Gesundheit nicht Folge von Wohlstand ist, sondern dessen Grundlage.
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